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Achatschnecken gehören zu den Landlungenschnecken (Stylommatophora). Als Wirbellose haben sie keine knöcherendes Skelett, ihre Fuß erhält seine Form und Stabilität ähnlich wie ein mit Wasser gefüllter Ballon. Gehäuse Das kalkhaltiges Haus der Achatschnecke schützt ihre empfindlichen Organe und dient als Schutz vor Fressfeinden und Austrocknung. Apex Die obere Spitze des Gehäuses wird als Apex bezeichnet. Columella Ist die Spindel um die sich das Schneckengehäuse windet. Die Columella ist äußerlich sichtbar, sie liegt gegenüber der Öffnung und ist je nach Art verschieden gefärbt. (z.B. Achatina achatina -> pink, Achatina fulica-> weiß/beige) Weichkörper Der Körper der Achatschnecke besteht aus dem Fuß, der zur Fortbewegung dient, dem Eingeweidesack, welcher die Eingeweide, Lunge, Herz und Darm beherbergt, sowie dem Kopf an dem sich die Mundöffnung, Augenstiele und Fühler befinden. Sinneswahrnehmung
Licht Augenstiele Am Ende dieser zwei langen beweglichen und zurückziehbaren Kopfausstülpungen sitzen die Augen der Schnecke. Die Augen der Achatschnecke gehören zu den Sinnesorganen, mit welchen die Tiere ihre Umgebung wahrnehmen können. Sie sind auf die Aufnahme und Verarbeitung von Sinnesreizen spezialisiert. Die Augen sind für den Betrachter ohne weitere Hilfsmittel als kleiner schwarzer Punkt sichtbar. Nur unter zuhilfe Nahme eines guten Mikroskopes läßt sich das hochentwickelte Linsenauge erkennen. Aufgrund der im Auge gegebenen beschränkten anatomischen Bedingungen geht man davon aus das die Tiere lediglich Schwarzweiß sehen. Die Wahrnehmung des Auges beschränkt sich allem Anschein nach auf die Fähigkeit Hell und Dunkel von einander zu unterscheiden und so Freßfeinde wie Vögel, aber auch andere nicht fliegende Tiere auszumachen, sobald ihr Schatten auf den Schneckenkörper fällt. Punktauge Die Augen der Schnecken bestehen aus: Hornhaut, Linse, Netzhaut, Augennerv. Sie scheinen als vergleichbar mit den Augen der Wirbeltiere. Im Gegensatz zu den Augen der Wirbeltiere sind die Augen der Schnecke jedoch keine Ausstülpungen des Gehirns, sondern Einstülpungen der Haut. Radula/Zunge Die Zunge der Schnecke bezeichnet man als Radula. Diese kann man sich wie ein mit mikroskopisch kleinen Zähnchen besetztes Förderband vorstellen. Ähnlich wie eine Raspel zerreibt es die Nahrung und befördert diese in den Schlund (Körper) der Schnecke. Manchmal kann man sehen wie die Schnecke, z.B. beim fressen oder beim putzen der ihres Gehäuses die Radula aus der Mundhöhle schiebt. Man erkennt dann ein weißes Gebilde. Während der Futteraufnahme kann man deutlich die "Kaugeräusche" hören. Dies scheint unabhängig von der Beschaffenheit des Futters zu sein, denn auch bei weichen Salatblätter kann man ein deutliches, knirschendes Kaugeräusch vernehmen. Abgenutzte Zähnchen werden ständig im hinteren Teil der Radula nachgebildet. Die Beschaffenheit der Zähnchen auf der Radula geben Aufschluss über die Ernährung der Schnecke, so ist sie bei Raubschnecken deutlich anders als bei Pflanzenfressenden Arten.
Niere Die Niere(n) werden benötigt um das Blut, bzw. den Körper von schädlichen Stoffen zu reinigen und diese auszuleiten. Die Niere der Schnecke liegt am Herzen, so dass über den Herzbeutel das Blut von der Niere gereinigt werden kann. Der so entstehende Primärharn wird nun in den Nierensack geleitet wo ihm nun noch die letzten verwertbaren Nährstoffe entzogen werden und der Schnecke zur weiteren Verwertung zur verfügung gestellt. Der so entstandene Sekundärharn (Urin) wird nun in die Mantelhöhle geleitet. Dieser Harn enthält hauptsächlich Ammoniak.
Lunge Als an Land lebende Tiere besitzen Landlungenschnecken, wie der Name ja schon sagt Lungen. Diese sitzt in der Mantelhöhle, wo auch die gesamte Atmung stattfindet. Diese Atemhöhle, wie sie auch genannt wird ist von Außen leicht am Atemloch (dem auch noch andere Aufgaben zu fallen) zu erkennen. Es befindet sich an der rechten Körperseite unterhalb der Schale. Diese Atemöffnung wird als Pneumostom bezeichnet. Es kann durch Aktivierung eines Ringmuskels verschlossen werden, um das Tier vor dem Verlust von Wasser oder vor dem Eindringen selbiges zu schützen. Diese Technik ermöglicht den Achatschnecken das Baden, wobei sie möglichst versuchen ihr Atemloch von Wasser frei zu halten, gelingt ihnen dies nicht können sie für mehrere Minuten die Luft anhalten ohne zu ertrinken. Beim Einatmen verschließt das Tier zunächst sein Atemloch, dann senkt sich der Boden der Mantelhöhle und Sauerstoff kann in das Blut diffundieren (aufgenommen werden). Gleichzeitig wird Kohlendioxid (verbrauchte Luft) aus dem Blut in die Atemhöhle abgegeben. Um die verbrauchte Luft nun auch vollständig los zu werden öffnet die Schnecke ihr Atemloch wieder und preßt sie so aus ihrer Atemhöhle hinaus. Aufgrund ihrer Größe haben Achatschnecken keine vollständig entwickelten Lungen wie Menschen, sondern vielmehr nur den kleinen Teil, welchen sie davon benötigen. Ihre Lungen sind vergleichbar mit einem einzigen Lungenbläschen. Herz Achatschnecken haben ein zweikammeriges Herz, bestehend aus Vorkammer und Herzkammer. Das Zurückfließen des Blutes zwischen den Kammern wird auch bei ihnen von einer Herzklappe verhindert. Blut Schnecken sind Blaublüter - zumindest wenn es um sauerstoffreiches Blut geht. Anstelle des für Menschen typischen Hämoglobins haben Schnecken nämlich Hämocyanin als Blutfarbstoff, welches bei Kontakt mit Sauerstoff blau oxidiert. Im sauerstoffarmen Zustand ist ihr Blut sogar farblos. Fortpflanzungsapparat Zwitter, d.h. die Tiere sind in der Lage sowohl Samen als auch Eier zu produzieren und sich gegenseitig zu befruchten und dabei befruchtet zu werden (also Eier zu legen). Magen (zweiter Teil der Verdauung) Der Magen der Schnecken ist länglich (anders als beim Menschen) und sehr dehnbar. Je mehr Nahrung das Tier zu sich nimmt, desto mehr wölbt sich der Magen. (Ähnlich einem elastischen Schlauch, welchen man füllt.) Des weiteren ist der Magen mit Längsfalten ausgelegt, in welchen sich schleimerzeugende Becherzellen befinden. Im Magen werden Fette, Kohlehydrate, Hemizellulose und geringe Mengen von Zellulose abgebaut. Im Gegensatz zu anderen Wirbeltieren verdauen Schnecken auch Saccharide (Inulin, Raffinose und Gentobiose).
Mitteldarmdrüse (letzte Phase der Verdauung) Die Mitteldarmdrüse ist der größte Teil des Eingeweidesackes. Sie besteht aus zwei Teilen. Beide Teile enden getrennt in den Blindsack des Magens. In den vielen kleinen und großen Follikeln der Mitteldarmdrüse befinden sich drei Zelltypen: Ferment- oder Sekretzellen resorbierende Zellen (Leberzellen) Kalkzellen In der Mitteldarmdrüse findet die Eiweißverdauung statt. In dieser Teil dient jedoch nicht nur zum Zerlegen der Nahrung, sondern auch zu deren Wiederaufnahme (Resorption). Dünndarm Blindsack
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